Dass wir nicht nur gut
auf den Ball hauen, sondern auch gut mit dem Paddel umgehen
können, wollten wir Volleyballer der ACT-Kassel bei der
Drachenbootregatta 2009 des hessischen Kanuverbandes beweisen! Bereits
beim Training mit dem Kanadier der ACT-Kanuten unter fachkundiger
Anleitung vom Volleyballkanute Kai Hergesell (Dank dafür an dieser
Stelle) trieben an zwei Tagen 7/8 paddelgeile Volleyballer eine
Bugwelle nach der anderen die Fulda rauf und runter. Rythmus und
Synchronität waren gefragt und wurden fleißig geübt. Am
Sonntag, den 21.06. war es dann soweit und 20 Ballsportler sowie
Angehörige und Freunde legten sich ins Zeug bei doch guten
Wetterbedingungen.
Der erste Vorlauf zeigte uns bereits die Grenzen einer Ballsportzunft
auf Art fremden Terrain auf, und wir legten auf den 300 Rennmetern mit
1:24,7 minuten mit Abstand die schlechteste Zeit aller 17 Boote vor.
Einhellige Meinung aller: Das können wir besser!!!
Und wie wir das besser konnten!
Zunächst wurden Fehlerquellen abgestellt! Der Schlagmann mit
seiner Trommlerin sollten ihr Tempo herunterschrauben, daß jeder
mithalten konnte und sie bekamen mit Stephan Grunewald einen erfahrenen
Co-Schlagmann zur Seite. Dann wurde der Mixedgedanke aufgegeben,
nach dem Motto: "hinten Masse, vorne Klasse" wurden die Männer
vereint ins hintere des Bootes gesetzt und die Frauen bildeten nach den
Schlagmännern geschlossen die Vorhut! Nach beschwörenden
Worten des Steuermannes ging es ins zweite Rennen und das hatte es
wirklich in sich.
Wieder als letztes von drei Booten aus den Startlöchern gekommen,
verpaßte man den Anschluß an die Konkurrenz nicht und fand
schnell in den richtigen Rhythmus, der bis ins Ziel durchgehalten
wurde.

So konnte man nicht nur mit 1:13,0 Minuten eine super Zeit hinlegen,
sondern fing die beiden gegnerischen Boote um 0,1 und 0,4 Sekunden noch
auf der Ziellinie ab und verwies sie für diesen Lauf auf die
Plätze, was den verdutzten Moderator zu einem Interview
veranlaßte!
Die so sicher geglaubte rote Laterne konnten wir durch diesen Kraftakt
an die Ärzte der Städtischen Kliniken abgeben und belegten
den 16. Platz. Schade, mit zwei solcher Zeiten, wären wir unter
die ersten zehn
Boote gekommen, aber man hat ja schließlich noch Ziele. Schade
auch, daß das von den ACT-Kanuten ursprünglich geplante und
vorbereitete Rennen kurzfristig wegen der anstehenden Bauarbeiten des
neuen Promenadenweges zum CSK98 verlegt werden mußte. Trotzdem
kam gute Stimmung auf und die nächste Drachenbootgaudi ist
für uns eine Frage der Ehre!